In der Additiven Fertigung gibt es verschiedene Herstellungsverfahren, bei denen unterschiedliche Materialien eingesetzt werden können. Derzeit bietet jede Technologie seine Vor- und Nachteile, ebenso wie die Auswahl des richtigen Materials/Filaments. Wir helfen Ihnen dabei die optimale Lösung für Ihre Idee und Ihr Produkt zu finden.

Wir fertigen für Sie Prototypen, Modelle oder Serienteile ohne dabei Einschnitte in der Qualität, der Stabilität und den Kosten zu haben.

Materialien nach Herstellungsverfahren

VerfahrenPLAPETGABSASATPEPPPA6PA11PA12PSPCPEEKHarz
FLM/FDMXXXXXXXXXXX
SLSXXXXXX
SLAX
PLA (Polylactid), PET (Polyethylenterephthalat), ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer), ASA (Acrylnitril-Styrol-Acrylat-Copolymer), TPE (Thermoplastische Elastomere), PP (Polypropylen), PA (Polyamid), PS (Polystyrol), PC (Polycarbonate), PEEK (Polyetheretherketon)

Fused Layer Modeling (FLM) / Fused Deposition Modeling (FDM)

Das Fused Layer Modeling (FLM) ist ein thermisches Kunststoff-Extrusionsverfahren, das oft auch unter der geschützten Bezeichnung Fused Deposition Modeling (FDM) des Herstellers Stratasys bekannt ist. Dieses Verfahren ist mit der Funktionsweise einer herkömmlichen Heißklebepistole vergleichbar. Bei diesem Verfahren wird ein aufgewickelter Kunststoffstrang (Filament) verwendet. Ein Extruder (Fördermechanismus) fördert das Filament gleichmäßig in den Druckkopf. Je nach Bauart kann eine solche FLM-Anlage aus einer oder mehreren Düsen bestehen. Durch das verbaute Heizelement wird der Strang aufgeschmolzen und über die Düse in Richtung der Druckplattform gefördert. Durch schichtweises Auftragen des aufgeschmolzenen Materials entsteht nach und nach ein komplettes Formteil.

Selektives Lasersintern (SLS)

Das Selektive Lasersintern (SLS) verwendet einen polymeren Pulverwerkstoff, der mit Hilfe eines Lasers in einem Bauraum gezielt aufgeschmolzen wird. Durch Absenken der Bauplattform kann neues Pulver mit einer Rakel aufgetragen werden. Das Kunststoffpulver wird anschließend durch einen Laser aufgeschmolzen, der durch gezielte Bewegungen des Spiegels auf die bestimmte Position abgelenkt wird. Somit entsteht schichtweise ein funktionsfähiges Bauteil.

Stereolithografie (SLA)

Im Vergleich zum Selektives Lasersintern (SLS) verwendet die Stereolithografie (SLA) als polymeren Werkstoff ein Flüssigbad aus Photopolymeren. Dieses Epoxidharz (Kunstharz) wird mit Hilfe eines ultravioletten Lasern gezielt ausgehärtet. Durch Absenden der Bauplattform und weiteres gezieltes Aushärten, entsteht somit schichtweise ein funktionsfähiges Bauteil.

Hochwertige Filamente für Ihren 3D-Drucker

Um den steigenden Anforderungen der Additiven Fertigung (3D-Druck) und unserer Produktion von Prototypen bis hin zu Serienproduktion gerecht zu werden, produzieren wir seit 2018 unsere eigenen Kunststofffilamente für das FDM-/FLM-Verfahren an unserem Standort in Hettstadt bei Würzburg.

Dafür arbeiten wir intensiv mit unserem Partner aus der Kunststoffprüfung zusammen, die mit Ihrer langjährigen Erfahrung unsere Entwicklung und Auswahl des richtigen Materials für unsere Filamente begleiten. Darüber hinaus entwickeln wir mit unseren Partner neue Filamente, die zu 100 % für die Additive Fertigung geeignet sind und arbeiten dauerhaft an der Verbesserung unserer Filamente.

Materialdatenblätter spielen in herkömmlichen Herstellungsverfahren z.B. dem Kunststoffspritzguss  eine wichtige Rolle, da Bauteilkonstruktionen auf den mechanischen Kennwerten ausgelegt werden. Jedoch liegen oft keine aussagekräftigen Materialdatenblätter für den 3D-Druck vor. Mechanische Werte werden nur anhand von Probekörpern aus dem Spritzgussverfahren ermittelt, die keine Aussage über mechanischen Eigenschaften des 3D-Modells geben können.

Aus diesem Grund bieten wir Ihnen aussagekräftige Materialdatenblätter für unsere Filamente an, an denen die mechanischen Kennwerte mittels 3D-gedruckter Probekörper und in den entscheidenden Druckrichtungen (Z-Richtung und X-/Y-Richtung) ermittelt worden sind. Somit kann das Bauteil schon bei der Konstruktion dem FLM-Verfahren gerecht ausgelegt werden.

Gerne entwickeln wir auch mit Ihnen Ihr individuelles Filament für Ihren 3D-Druck.

Unsere Materialdatenblätter:

Materialeigenschaften

GalloPLAGalloPETG
KunststofftypPLAPETG
Dichte1,24 g/cm³1,29 g/cm³
Erweichungstemperatur55 °C70 °C
FeuchtigkeitsaufnahmeGeringMittel
Warping-EffektSehr geringSehr gering
GeruchsbildungKeineKeine
LebensmittelechtJaJa
BiokompatibilitätJaNein

Mechanische Eigenschaften

GalloPLAGalloPETGEinheit
DruckrichtungX-Y-RichtungZ-RichtungX-Y-RichtungZ-Richtung
Drucktemperatur220250°C
Zugmodul3000300021002100MPa
Zugfestigkeit51385021MPa
Zugdehnung3221%
Bruchspannung50384021MPa
Bruchdehnung3251%
Schlagzähigkeit bei +23 °C13152530kJ/m²
Druckeinstellung: Schichthöhe: 0,2 mm | Füllung: 100 %

Beständigkeit

GalloPLAGalloPETG
UV-BeständigkeitHochMittel
WitterungsbeständigkeitMäßigHoch
KratzbeständigkeitHochHoch
BeständigkeitFett, Öl, Benzin, Wasser, AlkoholFett, Öl, Alkohol, Säuren
Flammbarkeitschwere Entflammbarkeitschwere Entflammbarkeit

Druckempfehlungen

GalloPLAGalloPETG
Drucktemperatur190 °C – 220 °C220 °C – 250 °C
Druckbetttemperatur50 °C – 70 °C70 °C – 90 °C
Druckgeschwindigkeit20 mm/s – 100 mm/s20 mm/s – 140 mm/s